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Ausgabe April 1999
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Gehirntraining

Frau, äh, Brahms, wenn ich nicht irre?

So bekommen Sie ab sofort ein gutes Namensgedächtnis

"3 Dinge kann ich mir nicht merken: Namen, Zahlen – und das dritte hab’ ich vergessen." So wie in dem alten Witz geht es vielen Menschen. Besonders peinlich ist es, wenn Sie die Namen von Kunden, Schülern, Vorgesetzten und Kollegen nicht mehr wissen. Dabei ist ein gutes Erinnerungsvermögen keine Frage der Begabung oder des Alters, sondern es kommt allein auf die richtige Technik an.

3 Simplify!-Schritte für das perfekte Namenmerken

Der Trick besteht darin, das bessere Erinnerungsvermögen der rechten, bildhaft arbeitenden Gehirnhälfte zu nutzen. Dazu sind 3 Schritte erforderlich:

1. Namens-Bild finden. Wandeln Sie den Namen der Person in ein Bild um. Je lustiger, bunter und bewegter das Bild ist, um so besser. Denken Sie bei Elisabeth Bruns an die englische Königin Elizabeth und an einen Brunnen, in dem quer ein großes S klemmt.

2. Gesichts-Punkt finden. Suchen Sie im Gesicht der Person einen markanten Punkt. Frau Bruns trägt in unserem Beispiel eine Ponyfrisur, die eine Hälfte ihrer Stirn abdeckt.

3. Namens-Bild auf Gesichts-Punkt kleben. Verknüpfen Sie beides, wieder in möglichst bildhafter, origineller Form. Frau Bruns trägt diesen Pony, so stellen Sie sich vor, weil sie dahinter den Brunnen mit dem S und die wertvolle britische Krone verstecken muß.

Lassen Sie sich bei Punkt 1 von Ihrem Gegenüber helfen. Wenn Sie einen Namen zum ersten Mal hören, fragen Sie unbedingt nach. Interessieren Sie sich für den Namen, lassen Sie sich erzählen, woher er kommt. Oft bietet Ihr Gegenüber dabei selbst schon eine Geschichte oder ein Bild, das Ihnen beim Merken weiterhilft.

Erleichtern Sie auch anderen, sich Ihren Namen zu merken, und bieten Sie ihnen bildhafte Erklärungen ("Schwarz, wie das Schwarzpulver. Dieser Herr Schwarz war ein Mönch und meine Frisur sieht ja auch bald aus wie eine Mönchstonsur ...").

Begrüßung auf japanisch

Besonders hilfreich ist es, wenn Sie den Namen zusätzlich geschrieben vor sich sehen. Übernehmen Sie am besten den japanischen Brauch, die Visitenkarte eines neuen Geschäftspartners in dessen Beisein sofort aufmerksam zu studieren und vorzulesen (denn auch Asiaten können sich Namen wie Yakamoto Tomimura schwer auf Anhieb merken).

Vornamen-Galerie

Beim Vornamen nennen Sie am besten selbst eine Assoziation: "Ludwig, wie der bayrische König", denn dann können Sie Bilder aus Ihrem eigenen Repertoire verwenden (bei Ludwig etwa ein Märchenschloß). Für die 40 gebräuchlichsten Vornamen werden Sie so bald eine feste "Bildergalerie" haben.

Fitneß für die Gehirnzellen

Trainieren Sie Ihr Gedächtnis, wann immer Sie können. Keine Sorge – durch "zu viele" Namen wird Ihr Gedächtnis nicht überfüllt, sondern im Gegenteil in seiner Leistungsfähigkeit enorm gesteigert. Lernen Sie mit der 3-Schritte-Methode ruhig auch die Namen von Schauspielern im Fernsehen oder Politikern auf Zeitungsfotos.

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